Doppelkekse mit Schokofüllung

doppelkekse mit schokofüllung

So schlimm wie früher ist es ja nicht mehr, aber ich war als Kind und auch später noch verrückt nach diesen doppelten Keksen mit der Schokocreme als Füllung. Bei mir ist das etwas abgeebbt, aber dafür lieben meine Kinder nun diese Kekse abgöttisch.

Die Packungen wandern also immer mal wieder in den Einkaufswagen. Und Ich hatte mir immer wieder mal gedacht…..”eigentlich müßte man die doch auch selbst machen können” – nun denn, man kann.

Das Rezept ist aus dem Buch “Ein Kuss aus der Küche“*. Da gibt es auch das Rezept für eine Vanillefüllung, aber ganz ehrlich, wer braucht das schon? Ich habe statt dessen lieber die doppelte Menge Schoko-Creme hergestellt :-)

Und die Kekse sind klasse. Der Teig läßt sich dank Crème fraîche gut bearbeiten und ist schön aromatisch und die Füllung ist so, wie sie sein soll :-) Ich glaube ich gehe in Serie….vielleicht eine Erwachsenenvariante mit Chili…oder etwas Weihnachtliches mit Zimt und Kardamom….mal sehen :-) .

Für ca. 12 Doppelkekse:

  1. 225 gr. Weizenmehl 405
  2. 25 gr. Roggenvollkornmehl
  3. 70 gr. Zucker
  4. 1 Prise Salz
  5. 1/2 TL Backpulver
  6. 125 gr. weiche Butter
  7. 50 gr. Crème fraîche
  8. 1 Ei

Für die Füllung:

  • 80 gr. Zartbitterschokolade
  • 80 gr. Vollmilchschokolade
  • 2 TL Honig, flüssig
  • 60 gr. Butter
  • 2 TL Kakaopulver

Zunächst für die Kekse in einer großen Schüssel Mehl mit Backpulver, Zucker und Salz mischen. Die Butter in Stücke schneiden und zur Mehlmischung geben. Alles mit den Fingerspitzen grob zu Krümeln verarbeiten. Die Crème fraîche zugeben und alles rasch zu einem Teig verkneten. Eine Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung die Schokoladensorten mit dem Honig schmelzen. Vom Feuer nehmen, Butter und Kakaopulver einrühren, bis sich alles zu einer homogenen Masse verbunden hat. Füllung ebenfalls in den Kühlschrank geben.

Den Backofen auf 140°C Umluft (Ober- Unterhitze 160°C) vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier belegen.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2 cm dick ausrollen, dann runde Kekse ausstechen. Die Kekse auf die Bleche verteilen. Das Ei verquirlen und die Kekse damit bepinseln, dann noch mit einer Gabel rundherum einstechen.

Kekse im heißen Ofen in ca. 20 min goldbraun backen, dann auf einem Gitter auskühlen lassen.

Zum Füllen jeweils einen großzügigen TL der Schokocreme in die Mitte eines Kekses geben, mit einem anderen Keks bedecken. Dabei leicht andrücken, damit die Creme sich verteilt.

Vor dem Servieren die Füllung noch eine Stunde ruhen lassen, damit die Füllung fest wird.

Ach so, luftdicht verpackt, halten die Kekse theoretisch eine Woche…..

Dan-Dan Nudeln

dan-dan-nudeln

Wollen wir mal wieder chinesisch essen? Gut, dann gibt es diesmal Nudeln. Dan-Dan-Nudeln, das ist Streetfood aus Sichuan. Die Bezeichung Dan-Dan-Nudeln kommt daher, dass das Gericht ursprünglich von Straßenverkäufern angeboten wurde. Diese trugen die Zutaten in Bambuskörben durch die Gegend, die an einer Stange festgemacht waren, die sich die Verkäufer über die Schulter hängten. “Dan” heisst diese Konstruktion im Chinesischen.

Was das Rezept angeht, so bin ich relativ fantasielos. Chinesische Alltagsküche, das heißt für mich Fuchsia Dunlop. In diesem Fall ist es Sichuan-Küche, das kommt es aus ihrem Sichuan-Kochbuch.

Das Rezept stammt aus der Zeit, als Fuchsia Dunlop in Chengdu lebte. Sie kaufte die Nudeln immer an ihrem bevorzugten Imbissstand – und wollte unbedingt das Rezept dazu haben. Der Verkäufer wollte es nicht herausrücken, aber sie hat nicht nachgelassen und es irgendwie herausgefunden: mal hat er die Zutaten verraten, mal hat sie ihm über die Schulter geschaut….

Ach so, die Nudeln sind nicht unbedingt was für zarte Gemüter – sie sind schon recht würzig mit ihrem Anteil an Sichuan-Pfeffer und Chili.

Für 2 hungrige Esser:

  • 260 gr. chinesische Nudeln

Für das Hackfleisch-Topping:

  • 1 EL Erdnussöl
  • 3 getrocknete Chilis, am besten Sichuan-Chilis. Die schmecken schön rauchig; es gibt sie in gut sortierten Asia-Shops
  • 2 EL ya cai (eingelegtes Senfgrün aus Sichuan, auch aus dem Asia-Shop)
  • 1/2 TL Sichuan Pfeffer
  • 120 gr. Rinderhack
  • 2 EL helle Sojasauce
  • nötigenfalls etwas Salz

Für die Sauce:

  • 1/2-1 TL Sichuan-Pfeffer, in der Pfanne geröstet und dann gemörsert
  • 1/4 TL Salz
  • 4 EL Sesampaste (Tahin)
  • 1 EL helle Sojasauce
  • 1 EL dunkle Sojasauce
  • 2 EL Chiliöl

Für die Sauce alle Zutaten gut verrühren und auf 2 Servierschüsselchen verteilen.

Für das Fleisch die Chilis zerkrümeln und die Kerne entfernen. Ya cai hacken. Das Erdnussöl in einem Wok erhitzen. Wenn es heiß ist, Chilis und Sichuan-Pfeffer kurz anrösten. Wenn alles zu duften anfängt, den ya cai unterrühren. Das Fleisch und die Sojasauce zugeben und alles unter Wenden krümelig braten. Es sollte knusprig, aber nicht zu trocken sein.

Die Nudeln nach Packungsanleitung garkochen.

Zum Servieren die Sauce in zwei Essschalen verteilen. Jeweils die Hälfte der Nudeln daraufgeben und alles durchrühren. Das gebratene Fleisch darauf verteilen. Vor dem Essen ordentlich durchrühren, damit sich alles vermischt.

Salat mit Mungbohnen und Karotten

salat mit mungbohnen und karotten

Da wäre er nun, der neue Ottolenghi*. Von manchen mit Sehsucht erwartet, von anderen womöglich mit Schrecken; denn der Herr polarisiert ja doch. Ich gehöre zu den Fans….und blättern im Buch hat mich in dieser Haltung bestätigt….ich wußte gar nicht so recht, wo ich anfangen soll mit Ausprobieren.

Aber letztendlich war die Wahl dann gar nicht so schwer – Mungbohnen und Karotten waren nämlich im Haus. Daraus wird Salat gemacht – und der hat gefallen. Die etwas langweilige Mungbohne nimmt richtig Fahrt auf. Die Bohnen werden gekocht, dann mit einer Tarka nach indischer Art aromatisiert. Dazu werden Gewürze in Öl geröstet, die Mischung kommt dann zu den Bohnen. Die Karotten werden im Ofen geröstet und karamellisieren dabei etwas.

Im Original kommt noch Feta über den Salat – die salzige Note passt bestimmt sehr gut dazu. Für eine vegane Variante soll man den Feta weglassen – ich habe das gemacht; allerdings war der Salat bei uns die Beilage zu einem Hühnchen, da war er mit mit Feta einfach zu mächtig.

Für 4 Personen:

  • 140 gr. getrocknete Mungbohnen
  • ca. 60 ml Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Kümmelsamen
  • 1 TL Fechelsamen
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 3 große Karotten (ca. 320 gr.)
  • 1/2 TL Zucker
  • einige Stiele Koriandergrün
  • 1 Zitrone (Bio), die Schale
  • optional: 140 gr. Feta
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Bohnen abspülen. Dann in einem Topf Wasser aufkochen, die Bohnen hineingeben und in ca. 20-25 min weich, aber bissfest garen.

Den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Karotten schälen und in Stifte von ca. 5 x 1 cm schneiden. Karotten in einer Auflaufform mit 150 ml Wasser, 2 EL Öl, Zucker und 1/2 TL Salz vermischen, dann im heißem Ofen garen, bis das Wasser verdampft und die Karotten leicht karamellisiert sind.

Kurz bevor die Bohnen gar sind die Tarka zubereiten: dafür in einer kleinen Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen. Kreuzkümmel, Kümmel und Fenchel hineingeben und unter Rühren bei mittlerer Temperatur rösten, bis die Samen in der Pfanne umherspringen und platzen.

Knoblauch schälen und fein hacken.

Bohnen abgießen und in eine Schüssel geben. Noch heiß mit der Tarka vermischen. Dann Knoblauch, Essig, Chiliflocken und 1/2 TL Salz einrühren. Die Bohnen abkühlen lassen.

Korianderblättchen abzupfen und fein hacken.

Wenn die Karotten gar sind, mit dem Koriandergrün zu den Bohnen geben. Alles vorsichtig durchmengen, Zitronenschale darüber reiben und den Salat mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Roquefortgratin mit Birnen

birnengratin mit roquefort

Fast muss ich mich entschuldigen für dieses Rezept – schon wieder Blauschimmelkäse. Aber für Blauschimmelkäse habe ich eine Schwäche…ob er sich nun Gorgnozola nennt, Stilton oder Roquefort, ich mag ihn. Meistens. Und Birnen haben ja grade Saison Deshalb kam dieses Gericht aus “La cuisine verte“* auch sofort auf meine Liste.

Und es war ein Treffer: Das süße Birnenaroma wird durch etwas Süßwein unterstützt, so geht es nicht unter und bildet mit dem würzigen Käse ein echtes Traumpaar. Im Grunde bräuchte man dafür einen Pineau blanc…ich gestehe….halbtrockener Sherry musste bei mir herhalten….

Wenn man die Gratins einfach so serviert, kann man sie als Vorspeise auf den Tisch bringen. Mit Kartoffeln und einem Salat dazu wird daraus ein schönes Hauptgericht.

Für 4 Souffléförmchen:

  • 125 gr. Roquefort
  • 6 EL Sahne
  • 1 EL Cognac
  • 50 ml Pineau blanc – oder ein süßlicher französischer Weisswein, oder eben halbtrockener Sherry
  • 1 Ei
  • etwas Muskatnuss
  • 2 reife Birnen
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Butter für die Förmchen

Backofen auf 220°C vorheizen. Die Förmchen mit Butter ausstreichen.

Den Roquefort grob zerkleinern. In einer Schüssel mit Sahne, Cognac, Pineau (oder was Ihr verwendet…), Ei, Muskat und Pfeffer gut vermischen. Die Mischung in die Schälchen verteilen.

Die Birnen schälen und in feine Scheiben schneiden. Dann auf der Käsemasse verteilen und ein wenig andrücken.

Im heißen Ofen ca. 10 min backen. Dabei immer wieder mal einen Blick riskieren, damit die Gratins nicht zu braun werden. Notfalls mit Alufolie abdecken.

Gleich auf den Tisch bringen.

Rezension: La cuisine verte I Murielle Rousseau

CV_CUISINE-VERTE.indd

Hand auf’s Herz – wer denkt zuerst an vegetarisches Essen, wenn er an die französische Küche denkt? Ich finde, in den meisten Büchern zur französischen Küche dominieren Fleisch und Fisch – das andere muss man sich zusammensuchen. Entsprechend habe ich mir schon länger ein vegetarisches Buch über die französische Küche gewünscht. Nachdem der letzte Versuch ja nicht so ausfiel wie erhofft, war ich gespannt auf das neue Buch von Murielle Rousseau.

Murielle Rousseau ist die Tochter eines Deutschen und einer Französin; aufgewachsen in der Nähe von Paris, lebt sie nun in Deutschland. “La Cuisine Verte” ist bereits ihr drittes Buch über die französische Alltagsküche.

Das Buch ist ein Augenschmaus: Murielle Rousseau hat sehr viele Familienbilder eingeflochten. Diese sind auf vielen Seiten mit den Foodfotos von Ariane Bille zu Kollagen verwoben – man hat das Gefühl, in einem Familienalbum zu blättern. Als Foodfotos sind die Bilder allerdings auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Was  beim Kochen etwas anstrengend ist, ist, dass das Buch leider nicht aufgeschlagen liegen bleibt.

Wie schon die vorhergehenden Bücher von Murielle Rousseau ist “La Cuisine Verte” sehr persönlich gehalten: die Autorin verknüpft die Rezepte nicht nur mit allgemeinen Erklärungen zur französischen Esskultur, sondern auch mit Geschichten aus ihrem Familienleben – es macht Spaß, das zu lesen.

Die Rezepte sind in Kapitel unterteilt: wir starten mit dem Apéritif. Da gibt es zum Beispiel Brotzezepte, verschiedene Dipps und Pasteten und herzhafte Kuchen. das Suppen-Kapitel hat mir gut gefallen: Maronensuppe, Pilzcremesuppe oder die Tomatensuppe Marseiller Art, die mit Ei gebunden wird, warten noch auf’s Nachkochen. Die Salatrezepte beginnen mit einigen Rezepten für Dressings und Toppings, danach finden wir den wahren Nizzasalat, Salat mit warmer Champagner-Vinaigrette, aber auch herzhaften Linsensalat mit Kräutern. Bei den Quiches sind auch die Rezepte für Crêpes und Galettes untergebracht. Auch Käse und Eier kommen nicht zu kurz: Da gibt es korsische Klösse mit Spinat und Brocciu, Käsesoufflée oder Rotweineier aus dem Burgund. Kartoffeln und Maronen haben ein eigenes Kapitel: Kastanienpolenta, Kartoffelkrapfen mit Kräutern oder gefüllte Gemüsekartoffeln – alles interessant und neu. Abgeschlossen wird der Rezeptteil mit Eintöpfen und dem Gemüse-Kapitel. Das fängt mit ein paar Saucen an, die gut zu gegartem Gemüse passen und macht weiter mit Leckereien wie einer Champignonpfanne aus der Charante oder mit Rosenkohlsoufflés. In die Rezeptkapitel eingefügt sind kleine Geschichten aus dem Leben der Familie Rousseau oder Geschichten zur Warenkunde.

Die Rezepte sind übersichtlich strukturiert und funktionieren. Was mir besonders gut gefällt, ist dass nicht nur die Klassiker Erwähnung finden, sondern dass ich schöne Neuentdeckungen machen konnte: Zwiebelkuchen und Ratatouille findet man überall, aber Gerichte wie Gratinierte Rübchen in Cidre oder Kartoffelpastete aus dem Limousin, das ist neu und spannend. Außerdem sind die Gerichte mit Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Käse und Eiern zwangslos vegetarisch, einfach weil sie schon immer so gegessen wurden. Ersatzprodukte findet man keine.

bohnensalatGut gefallen hat uns der einfache Bohnensalat mit Joghurtdressing und Minze: Die bissfest gegarten Bohnen bekommen ein schmeichelndes Kleidchen aus Joghurt, Knoblauch Senf, etwas Zitrone und Minze. Vor dem Servieren kommt noch etwas frische Tomate dazu – leicht, frisch und schön bunt. Wir hatten ihn an einem schönen Tag als Beilage zum Grillen, aber mit etwas Brot geht er auch als leichte Hauptmahlzeit durch.

baguetteDas Baguette verdient den Namen Turbo-Rezept: Der Teig wird geknetet, gleich zu kleinen Baguettes geformt und eingeschnitten, und nach einer halben Stunde Ruhezeit kommt er gleich in den Ofen. Auf das Ergebnis war ich ziemlich gespannt……Nun die Einschnitte sind durch den Ofentrieb verschwunden und an den Seiten sind die Brote aufgrund der Untergare etwas eingerissen – aber geschmacklich waren sie in Ordnung.

glasierte möhrchenGlasierte Möhrchen sind ein Standardrezept, und diese Version ist gut gelungen: die Karotten werden mit Salz, Rohrzucker und Wasser gegart, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und dann unter Rühren karamellisiert. Eine nette Gemüsebeilage für jeden Tag.

paprikasuppe mit mascarpone-nockenFür die Paprikasuppe mit Mascarpone-Nocken werden rote Paprika gegrillt, gehäutet und dann mit Gemüsebrühe aufgekocht und gemixt. In die Suppe kommen milchige Nocken aus Mascarpone und gemahlenen Nüssen – im Original Haselnüsse, für mich Mandeln. Eine schöne, leichte Sommersuppe.

*

brokkoli-muffinsDie Brokkoli-Muffins mit Ziegenkäse sind nicht wirklich Muffins: gegarter Brokkoli und Kirschtomaten werden in kleinen Förmchen mit einer Käsemasse überbacken, die auf einer Bechamelsauce basiert. Das ist ein netter Imbiss oder eine schöne Vorspeise.

*

auberginen-clafoutisWas mich angeht – für Auberginen bin ich immer zu haben. So auch für die Auberginen-Clafoutis: angebratene Auberginen und Tomaten werden in einer Auflaufform mit Ziegenkäse bestreut, mit einer Eiermasse übergossen und überbacken – die sanften Auberginen mit dem würzigen Käse und der luftigen Haube haben uns allen gut gefallen.

elsäßer knödelDie Kartoffelknödel aus dem Elsaß haben keine Begeisterung ausgelöst – sie wären fest und zäh. Allerdings wird das wohl an meinen Kartoffeln gelegen haben; ich hatte zwar mehlig kochende, aber es waren Frühkartoffeln – nicht gerade die erste Wahl für Knödel jeder Art. Ich mußte viel Mehl dazu geben, um eine formbare Masse zu erhalten. Die Knödel bestehen aus einer Mischung von rohen und gekochten Kartoffeln; sie werden in Gemüsebrühe gegart. Und sie werden eine zweite Chance hier bekommen – mit den richtigen Kartoffeln.

kürbissuppe mit gorgonzolaMir haben es in diesem Buch die Suppenrezepte angetan – da sind einfach schöne Sachen dabei. Die Zeit der Kürbissuppen wurde also mit einer Kürbissuppe mit Roquefort eingeläutet. Eine gute Wahl, der würzige Käse und die Croutons hauchen der Suppe richtig Leben ein. Allerdings ist die Flüssigkeitsmenge im Rezept recht knapp bemessen, ich habe mehr Brühe verwendet, sonst wäre die Suppe zu dick geworden. Hier geht es zum Rezept.

artischocken bretonische artRichtig gut gefallen haben uns allen die Artischocken auf bretonische Art: dafür werden ausgelöste Artischockenböden mit reichlich Zwiebeln in Gemüsebrühe und Weisswein gegart. Die besondere Würze verdankt das Gericht einer mit Nelken gespickten Zitrone, die mitgekocht wird. Ich habe etwas weniger Flüssigkeit zum Garen genommen als angegeben, und so waren die Artischocken perfekt.

birnengratin mit roquefortBirne und Roquefort sind ein schönes Paar. Für das Roquefortgratin mit Birnen wird eine Masse aus Roquefort, Ei, etwas Cognac und Süßwein in kleine Förmchen gefüllt, mit Birnenscheiben belegt und überbacken. m Ofen geht das Ganze zu einem luftigen Gratin auf. Das ist ein feines, leichtes Essen. Man kann es als Vorspeise servieren; wir haben es mit Kartoffeln und Salat als leichtes Abendessen verspeist.

Zusammengefaßt: wer sich für die französische Küche interessiert und öfter einmal etwas vegetarisches auf den Tisch bringen möchte, der ist mir diesem hübschen Buch gut bedient. Das Buch kann man direkt hier bei Jacobi und Stuart bestellen – und natürlich in jeder Buchhandlung.

Leberkässemmel – und Besuch in der Küche

Das ist nun schon ein paar Wochen her, da hatte ich einen schönen und interessanten Nachmittag in Holger Strombergs Kounge. Zusammen mit anderen Bloggern war ich eingeladen, den neuen Thermomix TM5 zu begutachten und mit ihm zu kochen.

Der Spaß begann schon mit dem Kennenlernen von Bloggerkolleginnen wie zum Beispiel Barbara, Maja, Mel oder Melanie. Während des ganzen Nachmittags wurden wir von Holger Strombergs Leuten mit einem Flying Buffet gut versorgt….ich sage nur Ochsenbackerl und Mangosorbet.

Und natürlich mussten wir auch selbst ran – kochen mit dem Thermomix. Die größte Neuerung am TM 5 sind ja die Rezeptchips mit der Guided Cooking Funktion: Rezeptchip an das Gerät, Rezept ausgesucht, und los. Man wird durch das Rezept geführt. Auf diese Art hat unsere Gruppe Fleischbällchen und Tomatensoße zubereitet. Außerdem standen unter anderem  noch Paprikacremesuppe auf dem Programm, Risotto, Quiche Lorraine, oder Sorbet. Die Fleischbällchen waren gut, und es war ein Spaß, sich an die Hand nehmen zu lassen und nur zum geforderten Zeitpunkt die Zutaten in den Topf zu geben. Das Gerät lernt man so auch kennen. Für mein privates Kochen allerdings bräuchte ich diese Funktion eher nicht.

In aller Regel ist das ja so, dass derartige Vorführungen einen guten Eindruck hinterlassen und einen Kaufreflex auslösen. Ob man’s wirklich braucht, merkt man gerne erst hinterher. Ich hatte nach diesem schönen (und leckeren) Nachmittag auch so einen Haben-Wollen-Reflex. Feines Zerkleinern, Rühren und gleichzeitig erhitzen, Dampfgaren bei Niedrigtemperatur…..das kann man alles brauchen.  Als ich erfahren habe, dass es die Möglichkeit gibt, ein Gerät zum Testen nach Hause zu bekommen, habe ich kurz entschlossen zugeschlagen – denn Vorführung und tatsächlicher Einsatz sind ja gerne zwei paar Stiefel.

Nun wohnt er also ein paar Wochen in meiner Küche, der Wunderkessel. Und natürlich mache ich in dieser Zeit ein paar Dinge, für die ich sonst keine Gelegenheit habe. Leberkäse zum Beispiel. Er zerkleinert nämlich sehr fein, der Thermomix. Und das braucht man, um selbst Leberkäse zu machen. Das Rezept ist aus Stevan Pauls Buch “Auf die Hand“* – und wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann solltest Ihr Euren Leberkäse ab jetzt selbst machen; er ist nämlich großartig.

leberkässemmel

Das Rezept reicht für 6-8 Portionen:

  • 200 gr. Rindfleisch (Nacken oder Schulter)
  • 400 gr. Schweinefleisch (ebenfalls Nacken oder Schulter)
  • 300 gr. fetter Speck
  • 1 Zwiebel
  • 1 El Majoran (ich hatte getrockneten)
  • etwas Muskatnuss, frisch gemahlen
  • etwas gemahlener Ingwer
  • 1 TL Zitronenabrieb
  • 8 gr. Salz
  • Pfeffer aus der Mühle, ca. 1 TL
  • 300 gr. Crushed Ice

Zum Servieren:

  • Frische Semmeln
  • Senf, mittelscharf oder süß
  • Butter für die Form

Die Fleischsorten, den Speck und die Zwiebel in grobe Stücke schneiden. Dann durch den Fleischwolf drehen (mittlere Scheibe) oder in der Küchenmaschine zu Hackfleisch verarbeiten. Mit Ingwer, Majoran, Muskat, Zitronenschale, Salz und Pfeffer würzen und dann für 15 min in die Tiefkühle stellen.

Eine Kastenform gut mit Butter ausstreichen. Ofen auf 180°C vorheizen.

Dann die Fleischmasse mit dem Crushed Ice vermischen. Alles portionsweise zu einem feinen Brät mit cremiger Konsistenz verarbeiten. Mein  Brät war etwas zu grob, ich hätte dem Leberkäs noch ein paar Umdrehungen mehr gönnen sollen. Aus der Masse einen kleinen Nocken abstechen und in kochendem Wasser garen, dann probieren und nötigenfalls nachwürzen.

Die Masse in die gebutterte Form geben, Oberfläche glatt streichen und mit einem Messer eine Rautenfom hineinritzen. Leberkäse ca. 60 min lang backen. Dann aus dem Ofen nehmen, 10 min ruhen lassen und anschließend in Scheiben schneiden.

Im Brötchen mit Senf servieren.