Kimchi

kimchi

aber fix!

Kimchi. Meine erste Erfahrung geht zurück auf die Studienzeit. Wir hatten ein Fest in der Fakultät. Eine Kommilitonin war begeisterte Korea-Anhängerin. Natürlich brachte sie Kimchi mit. Der japanische Assistent des Prof lupfte kurz den Deckel der Box, schnüffelte und sagte in einem ganz bestimmten Tonfall: “Ahhhh…..Kimchi. Man hörte durchaus, dass seine Begeisterung sich in Grenzen hielt. Na, und ich war damals auch olfaktorisch beeindruckt :-) .

Seitdem sind ja ein paar Jahre ins Land gegangen, und es wird Zeit, die Erinnerung etwas aufzufrischen. Ich will schon lange endlich Kimchi machen – da kommt der Event bei Foodfreak als Anstupser gerade recht.

Ich habe mich für ein schnelles Kimchi entschieden, so zum Ausprobieren. Dieses Kimchi kann gleich gegessen werden, ist nach 2-3 Tagen optimal und hält sich im Kühlschrank ca. 10 Tage. Die erste Adresse für Kimchi ist selbstverständlich Madame Fleischklops – hier geht es zum Originalrezept.

Dieses Kimchi ist tatsächlich ganz fix und einfach herzustellen. Ich habe es drei Tage im kühlen Keller durchziehen lassen und dann erwartungsvoll den Deckel der Box gelupft, und siehe da, da war er, der bekannte Geruch ;-) . Beim Probieren war ich erstaunt: das Kimchi schmeckt eher mild.

Schnelles Kimchi (reicht für einen 1 1/4 l Container)

  • 1 kg Chinakohl
  • 100 g Meersalz
  • 1 l Wasser
  • 300 g Radieschen (Original: Rettich)

Gewürzpaste:

  • 1 Schalotte
  • ½ kleiner Apfel
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 3 Scheiben Ingwer
  • 50 g gekochter abgekühlter Reis
  • ½ EL Zucker
  • 3 EL Gochugaru (koreanisches Chili, Asia-Shop)
  • 2 EL Fischsauce (eigentlich fermentierte Baby-Shrimps)
  • evtl. Meersalz nach Geschmack

Zubereitung:

Chinakohl von grobem Schmutz und welken Außenblättern befreien. Vom Boden eine gerade Scheibe von ca. 1cm Dicke abschneiden. Die Blätter auseinander lösen und immer 4-5 Blätter aufeinander legen.. Die Blätter in mundgerechte Stücke schneiden (ca. 4-5 cm).

Das Salz in eine große, hitzefeste Schüssel geben. 1 Liter aufkochen, zum Salz gießen und unter Rühren auflösen. Den Kohl in die Schüssel geben und mit einem Spatel unter Wasser drücken. 10 min stehen lassen. 

Inzwischen die Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.

Für die Gewürzpaste alle Zutaten  grob vorschneiden und pürieren, mit Gochugaru nach Geschmack abschmecken. Ziehen lassen.

Den Kohl wenden, mit dem Spatel wieder unter Wasser drücken. Die Radieschen darauf verteilen. Nach 20 min wieder alles von oben nach unten durchmischen. Nochmal andrücken und weitere 20 min stehen lassen. Wenn insgesamt 50 min vergangen sind, ein dickes weißes Stück Kohl aus der Schüssel holen und zwischen den Fingern verbiegen. Es sollte leicht elastisch sein und nachgeben. Wenn das noch nicht der Fall ist, alles nochmal durchmischen und weitere 10 min stehen lassen.

Kohl und Radieschen abgießen, mit frischem Wasser gründlich abspülen und in einem Durchschlag gründlich abtropfen lassen.  Leichtes Ausdrücken hilft, aber aufpassen, dass das Gemüse nicht zermatscht. Das Gemüse wieder in die Schüssel geben, die Gewürzpaste dazu geben und alles mit den Händen vorsichtig vermischen. Mit Salz, Zucker und Gochugaru abschmecken, wenn gewünscht. 

Alles in einen Behälter umfüllen und gut andrücken. Es dürfen keine Luftlöcher entstehen, damit das Kimchi nicht umkippt. Behälter verschließen. Man kann dieses Kimchi gleich essen, besser schmeckt es aber, wenn es 2-3 Tage durchziehen konnte. Im Kühlschrank hält es dann bis zu 10 Tagen.

 

Ein Wochenende im Wursthimmel – und Spargel mit Sülze, dazu Sauce Remoulade

Wo fang ich jetzt bloß an?

Für den Ausdruck “Paradies” im Zusammenhang mit dem Hotel/Restaurant Spielweg hat ja Arthurs Tochter das Copyright. Und wie recht sie hat! Mir ist heute noch nicht so ganz klar, warum ich eigentlich nicht gleich dageblieben bin.

Das Spielweg liegt ganz weit weg von allem in einer Traumlandschaft des Schwarzwaldes. Handyempfang gibt es nicht. So manchen mag das stören – ich finde es traumhaft erholsam. Man fällt ein wenig aus der Zeit. Der Blick aus dem Fenster, die Stille und die liebevoll eingerichteten Zimmer tun ihr Übriges. Genau wie die Herzlichkeit und Fröhlichkeit, mit der man betreut wird. Nach dem Beziehen der Zimmer wurden wir erst mal in der heimeligen Atmosphäre des Restaurants mit einem herrlichen Abendessen verwöhnt: Leberpaté als Amuse, Tatar mit creolischer Remoulade und Pommes frites; Spargelcremesuppe und Spargel badisch. Soweit ich mich erinnere, hätte es auch noch Nachtisch gegeben – aber dafür war ich zu satt.

Das Abendessen war nicht nur fein, sondern auch fröhlich. Neben der erholsamen Umgebung und dem hochwichtigen Wurstkurs stand nämlich auch noch so eine Art Klassentreffen an. Ich war angereist mit Dorothée von Bushcooks Kitchen und Claudia von Dinner um Acht. Astrid von Arthurs Tochter Kocht war da und Karin von Food for Angels and Devils, außerdem einige Kochbegeisterte aus einer Facebookgruppe. So  fröhlich ging es zu, dass man an den Nachbartischen an eine Kabarett-Veranstaltung glaubte.

Aber eigentlich  bin ich ja hingefahren, um zu lernen, wie man Wurst macht. Das stand dann am nächsten Morgen nach einem wundervollen Frühstück, ich bin geneigt zu sagen, dem besten Frühstück der Welt, auf dem Plan. Kerstin und Juliane stießen noch zu uns. Und tatsächlich bin ich jetzt in dieser Beziehung um einiges schlauer als vorher. Wir waren nämlich fleissig. Von morgens elf bis in den späten Nachmittag wurde in der Scheune des Spielweg Wurst gemacht. Karl-Josef Fuchs hat uns dabei mit viel Spaß an der Sache und jeder Menge Geduld angeleitet. Angefangen hat alles mit dem Auslösen der Wildschweinköpfe für den “Presskopf Spice Market” mit Cajun-Gewürzen. Außerdem stand noch Paté de la Campagne vom Wild auf dem Programm und Bauernbratwurst im Glas, deren Bestandteile leicht geräuchert wurden. Das Wildleberparfait, dass es am Abend zuvor als Amuse gab, stellten wir auch noch her. An der Blutwurst schieden sich die Geister; nicht jeder war glücklich über den Anblick eines Eimers voll Blut und der Aussicht, die Wurstmasse roh zu verkosten. Ich habe mich lediglich geweigert, die in Kunstdarm abgefüllte Wurst zuzuknoten. Zu kompliziert erschien mir die Profi-Variante der Verknotungstechnik….ich hatte die Befürchtung, dass die gute Wurst im Kochwasser landen würde bei meinen zwei linken Händen und meiner laxen Knotentechnik. Auf ungeteilte Zustimmung stieß aber die Sülze vom Hirsch und Wildschwein und auch die drei Sorten Bratwürste. Die Bratwürste landeten noch am Nachmittag auf dem Grill und wurden mit Begeisterung vertilgt. Und natürlich haben wir auch jede Menge Wurst mit nach Hause genommen. Und die Rezepte :-)

Am Ende waren wir alle mehr als pappsatt und bettelten um Gnade, was das Abendessen anging. Karl-Josef Fuchs war gnädig mit uns – Flädlesuppe gab es und zwei Scheiben gebratene Blutwurst mit Risotto. Das fröhliche Abendessen ging nahtlos über in eine Geburtstagsfeier – der Chef des Hauses hatte Grund zu feiern. Es soll Kursteilnehmer gegeben haben, die erst gegen Morgen ins Bett kamen.

Eines steht fest: meine nächste Bratwurst mache ich selbst…ich bin schon gespannt, wie sie aussehen wird. Im Spielweg war ich bestimmt nicht zum letzten Mal; dafür ist es dort viel zu schön. Und wer nun einen Wurstkurs buchen möchte, dem kann ich das nur ans Herz legen. Ihr werdet nicht nur nützliche Dinge lernen, sondern auch jede Menge Spaß haben und Euch bestens aufgehoben fühlen. Weitere Berichte gibt es hier bei Kerstin und Juliane – sie waren auch begeistert.

Auf dem Heimweg mußte ich Spargel mitnehmen. Badischer Spargel, frisch ab Hof, am Büdchen gekauft, daran kann man doch nicht vorbeigehen. Zum Spargel gab es etwas von der Sülze, Remouladensauce und Kartoffeln, bitteschön:

sülze, spargel, remoulade

Für den Spargel:

  • 1 kg Spargel
  • Salz, Zucker

für die Remoulade:

  • 1 Ei 
  • 2 Eigelb 
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 TL Senf 
  • 1/2 TL Salz
  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • 1 – 2 Cornichons je nach Größe
  • 3 TL Kapern (ich habe meine Kapuzinerkresse-Kapern genommen) 
  • 2 Sardellen
  • einige Blättchen Estragon

Zum Anrichten:

  • pro Person einige Scheiben Sülze und gekochte Kartoffeln

Das Ei in ca. 8 min hart kochen. Dann beiseite legen und abkühlen lassen.

Nun die Mayonnaise zubereiten. Ich weiß schon, es gibt diese tolle Methode, sie einfach mit dem Zauberstab hochzuziehen. Ich mache sie aber immer noch mit dem Handrührer; es funktioniert so gut, dass ich keinen Innovationsbedarf habe :-) . Einfach darauf achten, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Die Eigelbe in eine Rührschüssel geben. Salz, Senf und Essig zugeben und alles mit den Quirlen des Handrührers gründlich verschlagen. Dann unter ständigen Rühren das Öl zugeben: erst tröpfchenweise, dann in ganz feinem Strahl. Ein paar Minuten rühren, und die Mayonnaise ist fertig.

Das Ei schälen und fein hacken. Cornichons, Sardellen, Kapern und Estragon ebenfalls fein schneiden und unter die Mayonnaise mischen. Probieren und wenn nötig, mit Salz, Senf und Essig abschmecken.

Den Spargel schälen und mit Salz und Zucker  in ein passendes Gefäß schichten. Mit kochendem Wasser aufgießen, abdecken, 1 min aufkochen lassen. Dann vom Feuer ziehen und 30 min ziehen lassen. Danach ist der Spargel perfekt. Die Methode stammt von Andreas Geitl und ist genial. Aus dem Sud nehmen und abtropfen lassen.

Zum Servieren Spargel mit Sülze und Remoulade auf Tellern anrichten. Mit gekochten Kartoffeln servieren.

Bohnen-Curry aus Südafrika

bohnencurry

Die Blogevents auf dem Kochtopf machen ja immer Spaß. Es ist eine Herausforderung, ein Gericht zu einem vorgegebenen Thema zu finden. Manchmal mag mir nichts einfallen – und manchmal ist es leicht und spontan.

So ist es diesmal – Lieblingslöffelessen ist gefragt. Das ist einfach! Curry! Ja, ich weiß, man kann auch andere Dinge löffeln…eine Suppe, einen Eintopf, einem Pudding. Ganz früher war Grießbrei mit Zimtzucker das, was ich am liebsten vom Löffel gegessen habe. (Bis auf das eine Mal, an dem meine Mutter den Zimt mit dem Cayennepfeffer verwechselt hat :-( ). Später wurde der Süßkram abgelöst durch die unübertreffliche Kartoffelsuppe meiner Mutter. Und heute für mich ist das Lieblingslöffelessen absolut eindeutig Curry. Reis auf den Boden der Schale, Curry drübergeschöpft, Löffel gezückt…glücklich sein :-) Ich mag auch den Kochvorgang: Gewürze anrösten, eine Zutat dazu, schmurgeln lassen, es fängt an zu duften, noch eine Zutat dazu, weiterschmurgeln…..wunderbar.

Zur Abwechslung stelle ich uns diesmal ein Curry aus dem südafrikanischen Durban auf den Tisch. Masalas werden dort auf den Märkten schon fertig gemischt angeboten. Man mag es scharf – die beliebteste Mischung hört auf den Namen “Schwiegermutterzungen-Masala”. Diese Curry-Version hier ist nicht ganz so bissig: die Bohnen sorgen für eine gewisse Cremigkeit; Chili gibt den erfrischenden Kick.

Ach so… ich habe keinen Lieblingslöffel….wir mampfen mit einem Feld-Wald- und Wiesenbesteck von WMF.

Für 4:

  • 200 gr. getrocknete Butterbohnen (oder andere weiße Bohnen)
  • 3 EL neutrales Öl
  • 1 TL schwarze Senfkörner
  • ca. 2 EL Curryblätter
  • 1 Prise Bockhornkleesamen
  • 2 Zwiebeln
  • 3 cm frischer Ingwer
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 grüne Chilis
  • 4 Tomaten
  • 1 Karotte
  • 3/4 TL gemahlener Koriander
  • 1 Prise Kurkuma
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 3/4 TL Cumin
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 1 rote Paprika
  • 75 gr. grüne Bohnen
  • Gehackte Korianderblätter zum Bestreuen

Am Vortag die Bohnen in reichlich kaltem Wasser einweichen. Nach 12 h abgießen, in einen Topf geben, mit frischem Wasser bedecken und gar kochen. Abgießen und zur Seite stellen.

Zwiebeln schälen und würfeln. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Chilis entkernen und fein hacken. Karotte schälen und in Scheiben schneiden, Paprika entkernen und in mundgerechte Stückchen schneiden. Bohnen ebenfalls in mundgerechte Stücke teilen.

Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Senfsaat, Curryblätter und Bockshornkleesamen zugeben. Kurz unter Rühren rösten, bis die Gewürze duften.

Zwiebeln zugeben und bei schwacher Hitze in ca. 10 min glasig dünsten. Dann Ingwer, Knoblauch und Chilis einrühren, weiterbraten, bis die Zwiebeln anfangen, braun zu werden.

Jetzt die Hitze ein wenig erhöhen und die Tomaten zugeben. Garen, bis die Mischung etwas eindickt, dann die Karotte einrühren und alles mit Koriander, Kurkuma, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel und Garam Masala würzen. 150 ml heißes Wasser angießen, Deckel aufsetzen und alles ca. 10 min köcheln lassen, bis die Karotten weich sind.  Dann Paprika und grüne Bohnen zugeben und bei offenem Deckel nochmal 10 min weitergaren.

Jetzt die weißen Bohnen mit in den Wok geben, nochmal 150 ml heißes Wasser angießen und das Curry mit halb aufgelegtem Deckel in ca. 10 min fertig garen. Mit Salz abschmecken, mit gehacktem Koriandergrün bestreuen und auf gekochtem Reis servieren.

Rezept adaptiert aus: Curry, die 120 besten Rezepte von Indien bis Afrika*

Grill and Chill – oder Hüftsteak mit Süßkartoffelwedges und Ajvar-Dipp

Man lernt ja nie aus. Und auch küchentechnisch hat jeder so seine Schwächen. Was könnt Ihr nicht so gut? Ich habe Schwierigkeiten mit Fleisch – Schmorgerichte, wunderbar. Aber Kurzbraten ist nicht gerade meine Stärke. Der Einladung, an einem Grillabend im Marriott München teilzunehmen, bin ich deswegen gerne gefolgt.

Ein Begriff war mir das Marriott München bislang nicht; dass es dort ein Steakhouse gibt, wußte ich auch nicht. Aber jetzt. Nach einer netten Begrüßung durch Chefkoch David Seidel und Souschef Martin Gruß und einem Amuse durften wir Fleisch blind verkosten. Vier verschiedene Qualitäten von Rind, alle auf die gleiche Art gegart….ich war nicht wirklich überrascht, dass das Stück, das mir am besten gefiel, sich am Ende als Dry Aged Beef herausstellte.

Danach gab es Tipps für die eigene Küche. Mir ist dabei klar geworden, dass mein theoretisches Wissen gar nicht mal so übel ist – es fehlt bloß an der Praxis…

Essen gab es auch. Neben der Fleischprobe und den Amuse ein schönes Türmchen aus Rinderfilet, Apfel und Rucola (Achtung, wichtig: Total Low Carb!) Den Abschluß machte ein bei Niedrigtemperatur im Ganzen gegartes Rib Eye (mit schön viel Fett…) mit Ofengemüse – ein Traum, und ich sage das, obwohl ich kein Fleischtiger bin. Dazu servierte Robert Gasser, verantwortlicher Director Food & Beverage kompetent die passenden Weine.

amuse-tile

Da ich ja festgestellt habe, dass ich üben muss, habe ich mir, nachdem ich mich ein Wochenende von Wurst ernährt hatte (mehr dazu ein andermal), zur Abwechslung ein schönes Stück Fleisch besorgt. Rinderhüftsteak sollte es geben. Medium rare war meine Vorstellung, so schmeckt es mir am besten. Ich bin ganz zufrieden mit mir; was meint Ihr?

steak, süßkartoffelwedges

Für die Süßkartoffel-Wedges:

  • 1 Süßkartoffel
  • etwas Olivenöl
  • Salz, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel

Für das Fleisch:

  • 1 Rinderhüftsteak (300 gr.)
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Öl

Für den Dipp:

  • 100 gr. Ajvar
  • 100 gr. Joghurt
  • Salz

Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann.

Für die Wedges den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Süßkartoffel schälen, waschen, in Spalten schneiden und in kochendem Salzwasser ca. 5 min vorkochen. Dann abgießen, mit Olivenöl vermischen, mit Salz Cayennepfeffer und Kreuzkümmel würzen und auf dem Backblech verteilen. Im heißen Ofen in ca. 30 min goldbraun backen. Dann herausnehmen und warm stellen. Die Hitze auf 140°C reduzieren.

Für den Dipp Ajvar und Joghurt verrühren und alles mit Salz abschmecken.

Das Fleisch trockentupfen und salzen. Eine Pfanne mjt schwerem Boden auf den Herd stellen und erhitzen. Wenn die Pfanne knalleheiß ist, etwas Öl hineingeben. Das Fleisch einlegen und auf jeder Seite 1 min anbraten. Dann auf einem Gitterrost in den Ofen geben und in ca. 10 min fertig garen. Nach dem Garen noch 5 min ruhen lassen, dann schräg in Stücke schneiden und mit den Süßkartoffelwedges und dem Dipp anrichten.

Das Brot zur Plötziade

plötziade-brot

Es ist kaum zu glauben…..wir haben tatsächlich schon vor einigen Wochen den Grill herausgeholt. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir das jemals so früh im Jahr getan haben. Seitdem zünden wir ihn fast jede Woche einmal an.

Zum Grillen brauchen wir natürlich immer Brot. Und da kaum Lutzs Event, die Plötziade, gerade recht: Lutz gibt die Zutaten vor, und wir backen, was uns dazu einfällt. Der Mehlanteil des Brots besteht hauptsächlich aus Weizenmehl 550. Für jeden Tag mag ich lieber Brote mit einem höheren Vollkornanteil, aber zum Grillen ist so ein helles Brot wunderbar. Also habe ich uns aus den vorgegebenen Zutaten ein Brot gebastelt.

Ich habe mir ein Sauerteigbrot mit geringem Sauerteiganteil und  verzögerter Stückgare überlegt. Wenn das funktioniert, bekommt das Brot einerseits ein schönes Aroma. Andererseits ist das auch sehr praktisch: man muss den Teigling nur vorbereiten, und wenn man das Brot braucht, muss man es nur noch in den Ofen schieben.

Die von Lutz vorgegebenen Zutaten waren:

  • 450 gr. Weizenmehl 550
  • 50 gr. Roggenvollkornmehl
  • 10 gr. Salz

dazugeben durfte man Sauerteig oder Hefe und Wasser. Bei mir:

  • 1 EL Sauerteigstarter
  • 350 gr. Wasser

Für den Sauerteig das Roggenvollkornmehl mit 50 gr Wasser und 1 EL Sauerteigstarter verrühren. Sauerteig bedeckt 16 h gären lassen.

Für den Teig Weizenmehl 550 und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Dann Sauerteig und 300 gr. Wasser zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst (Bei mir: 3 min langsam, 3 min schnell). Den Teig 1 h ruhen lassen, dabei nach 30 min 1 mal falten.

Ein rundes Gärkörbchen bemehlen. Den Teig zu einem runden Laib formen und mit Schluß nach oben in das Körbchen geben. Nun das Ganze luftdicht verpacken, damit der Teigling nicht austrocknet. Ich nehme dazu eine große Plastiktüte, stülpe sie über das Körbchen mit dem Brot, blase sie auf und verschließe sie mit einer Klammer. Teigling zum Ruhen 12 – 16 h kühl stellen (Kühlschrank).

Am Backtag den Teigling ca 2 h lang Zimmertemperatur annehmen lassen.

Den Ofen auf 250 °C vorheizen; wer hat, schiebt einen Backstein mit ein. Den Laib vorsichtig auf das Blech oder den Stein kippen und mit ein paar beherzten Schnitten einschneiden. Bei 250°C 10 min anbacken, dann die Temperatur auf 220°C reduzieren und das Brot in weiteren 40 min fertig backen. Schwaden nicht vergessen. Brot auf einem Gitterrost auskühlen lassen.

Lauch-Käse-Suppe mit Schinken-Popcorn

lauch-käse-suppe mit schinken-popcorn

Diese Käse-Lauch-Suppe ist doch im Grunde so ein 80er-Jahre-Klassiker, oder? Wenn ich mich recht erinnere, stand sie bei uns zuhause regelmäßig auf dem Tisch. Ich hab mich also gefreut, als ich sie im Buch “Die fabelhafte Welt des Popcorn“* wiedergefunden habe.

Und ich weiß gar nicht, warum ich diese Suppe so lange nicht mehr gemacht habe; sie ist nämlich ein echter Gaumenschmeichler. Ich habe aber ein wenig am Rezept geschraubt: das arbeitet nämlich eigentlich mit Schmelzkäse (ganz wie meine Mutter seinerzeit); den habe ich durch Taleggio ersetzt. Und dann habe ich die Suppe ein wenig leichter gemacht. Die Kombination aus 2 Sorten Käse und Sahne war mir ein wenig zu mastig; ich habe Milch statt der Sahne genommen.

Das Popcorn mit den gerösteten Bacon-Würfelchen ist ein schönes Topping; es gibt Crunch und Abwechslung und peppt die Suppe deutlich auf.

Für 6 als Vorspeise, für 4 Personen – mit etwas Brot –  ein leichtes Hauptgericht:

  • 400 gr. Lauch
  • 100 gr. Kartoffeln
  • 1 EL Butter
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 200 gr. roher Schinken
  • 75 gr. geriebener Gouda
  • 150 ml Milch
  • 100 Taleggio oder ein anderer gut schmelzender Käse
  • 50 gr. Popcornmais

Den Lauch putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Kartoffel schälen und in Würfel schneiden.

Butter in einem großen Topf erhitzen, Lauch und Kartoffeln andünsten. Dann mit der Brühe ablöschen und 10 min köcheln lassen.

Für das Popcorn 1 EL neutrales Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Den Mais dazugeben, Deckel auflegen. Sobald es im Topf zu hüpfen anfängt, kann man den Herd ausschalten. Nach einer weiteren Minute den Topf vom Feuer nehmen. Deckel auf dem Topf lassen, bis sich darin nichts mehr rührt  - es sei denn, Ihr wollte durch die Küche rennen und Popcorn einfangen :-)

Den Schinken in Würfel schneiden und einer beschichteten Pfanne knusprig braten. Aus der Pfanne holen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Popcorn kurz im Schinkenfett schwenken.

Wenn das Gemüse weich ist, die Milch zugießen und die Suppe mit dem Pürierstab aufmixen. Den geriebenen Käse einstreuen, den Taleggio würfeln und ebenfalls in die Suppe geben. Die Suppe nochmals leicht erhitzen, bis sich der Käse auflöst, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten die Suppe in die tiefe Teller schöpfen und mit Popcorn und Schinkenwürfelchen bestreuen.