Nigel Slaters Schokoladenkuchen mit Roter Bete

Dieser Kuchen reist ja schon einige Zeit durchs Netz. Die Reaktionen reichen von jubelnder Begeisterung wie neulich bei Valentinas Kochbuch bis hin zu blanker Abscheu bei Niki Segnit. Bisher habe ich von dem Kuchen nur gelesen. Aber nun ist Nigel Slaters Kochbuch Tender bei mir eingezogen – ein Highlight für jeden Gartler oder für Gemüsekistenbezieher wie mich, und nachdem ich das Rezept gelesen habe und Rote Bete geliefert wurden, war der Kuchen dran.

Ich schließe mich mal der Fraktion der Begeisterten an. Rote Bete und Bitterschokolade gehen tatsächlich gut zusammen. Das Erdige der Bete passt gut zur dunklen Schokolade; durch den Rohrzucker ist der Kuchen auch nicht zu süß und schön karamellig. Ich habe aber die Backzeit verlängert; Nigel Slater backt den Kuchen als Dessert mit einem flüssigen Kern. Für einen Nachtisch, der sofort gegessen wird, finde ich das gut, aber um den Kuchen aufzuheben eher nicht. Saftig ist der Kuchen trotzdem.

  • 250 gr. Rote Bete
  • Bitterschokolade mit 70 % Kakao
  • 4 EL heißer Esspresso
  • 200 gr. Butter
  • 135 gr. Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 3 EL Kakaopulver
  • 5 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 190 gr. Rohrohrzucker

Zunächst die Rote Bete in ungesalzenem Wasser gar kochen. Dann etwas abkühlen lassen, schälen und pürieren.

Ofen auf 200 °C vorheizen. Eine Kastenform gründlich mit Butter ausfetten.

Schokolade in kleine Stücke brechen und in einer Schüssel im Wasserbad schmelzen, dabei nicht umrühren. Wenn die Schokolade geschmolzen ist, den heißen Kaffee dazugeben und einmal umrühren. Dann die Butter nach und nach in möglichst kleinen Stückchen dazugeben und ebenfalls schmelzen lassen.

Eier trennen, Eigelbe in eine große Rührschüssel geben, Eiweiße mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen, dann nach und nach den Zucker einrühren.

Eigelbe schaumig rühren. Butter und Schokolade verrühren, dann etwas abkühlen lassen und mit den Eigelben verrühren. Jetzt Rote Bete einarbeiten. Mehl, Backpulver und Kakao über die Teigmasse sieben und unterrühren. Zuletzt den Eischnee unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen, in den Ofen schieben, Temperatur auf 180°C reduzieren und den Kuchen 55 min backen. Er wird aufgehen; nach dem Backen aber wieder etwas einsinken. Er ist dann innen noch feucht und schön saftig, aber nicht mehr flüssig.

In der Form auskühlen lassen, dann aus der Form holen und zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.

15 comments for “Nigel Slaters Schokoladenkuchen mit Roter Bete

  1. Interessierte
    Juni 26, 2013 at 2:00 pm

    Habe jetzt die Sendung, in der er diesen Kuchen backt, zum 2. Mal gesehen. Bin hin und her gerissen, aber ich muss es probieren. Toll, dass es hier veröffentlicht ist. Und vor allem danke für den Tipp hinsichtlich des flüssigen Kerns.

  2. November 29, 2012 at 1:23 am

    Als absoluter Fan von Zucchini-Schokokuchen bin ich mir sicher, dass die Rote-Bete-Variante auch was kann! Supersaftig und schokoladig sieht der Kuchen auf dem Foto aus. Genau wie Verena vor mir liebe ich solche Experimente…
    Liebe Grüße!

    • November 29, 2012 at 10:00 am

      Gut sieht der aus, Dein Zucchini-Schokokuchen. Der Kuchen mit Roter Bete hat übrigens dazu geführt, dass ich Gemüse in mein Töchterchen reingekriegt habe, schon dafür lohnt das Backen… ;-)

  3. November 28, 2012 at 11:02 pm

    Wooooow ein Traum, ich bin total begeistert! Der sieht so unglaublich saftig aus!
    hat er auch so gut geschmeckt? Ich finde gewagte Kombinationen immer super (so lange sie auch halbwegs schmecken) und ein Experiment wert!
    Allein das Foto wars auf jeden Fall schon wert es auszuprobieren :).
    Lieben Gruß!

    • November 29, 2012 at 9:58 am

      Der Kuchen ist wirklich sehr saftig und war lecker. Das Foto übrigens finde ich nicht wirklich gelungen, na, man sieht das es ein Schokokuchen ist, aber ich habe Schwierigkeiten, sowas halbwegs attraktiv rüberzubringen…

  4. November 25, 2012 at 9:35 pm

    Erst habe ich ein bisschen gezuckt, aber irgendwie scheint mir Rote Bete und Schokolade vielleicht doch ganz gut zu passen. Hmmm, ein Stückchen probieren würde ich auf alle Fälle!

    • November 26, 2012 at 6:16 am

      Ich habe auch gezuckt; die Experimentierlust hat aber gesiegt. Schlimmstenfalls schmeckt es halt mal nicht….

  5. November 25, 2012 at 8:43 pm

    Oh, das ist interessant mit Niki. Muss ich gleich mal nachlesen. Schön, dass Du die Leidenschaft teilst. :-)

    • November 26, 2012 at 6:15 am

      Sie hat deutliche Worte gefunden, das hat sich mir eingeprägt ;-)

  6. November 25, 2012 at 12:06 am

    Der Jamie hat auch so einen Kuchen in irgendeinem seiner Kochbücher….ich wollte den schon ewig backen.
    Jetzt muss ich mich endlich mal dranmachen. Saftig ist für mich ein Schlüsselwort…da steh ich fast schon an der Rührschüssel ;) und dein Kuchen schaut sehr saftig aus!

    • November 25, 2012 at 9:06 am

      Das ist mir bei Jamie Oliver gar nicht aufgefallen. Kommen auf interessante Ideen, diese Briten…Hugh F.-Whinttingstall macht Eis; einmal aus Rote Bete, einmal aus Erbsen.

  7. November 24, 2012 at 5:08 pm

    Ja, doch….als Dessert mit flüssigem Kern, wie es N. Slater macht, würde ich aber eher kleine Törtchen machen und nicht so einen grossen Kuchen.

  8. November 24, 2012 at 4:41 pm

    Dann sollte man den wohl doch mal probieren ;-)

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